Biofeedback

"Was ist Biofeedback?"

Definition und Ziel

Biofeedback ist ein wissenschaftliches Verfahren der Verhaltensmedizin, welches unbewusst ablaufende phyisologische Prozesse (=Körperfunktionen) misst und schulmedizinisch anerkannt ist.

Typische Messparameter sind:

  • Puls
  • Hautleitwert
  • Atmung
  • Temperatur
  • Muskelspannung
  • Herzratenvariabilität

Der Kunde erhält unmittelbar über den Bildschirm eine entsprechende Rückmeldung/Feedback, was den Lernprozess unterstützt.

„Das Ziel von Biofeedback ist der Erwerb von Selbstkontrolle über die eigenen physiologischen Funktionen, um bestimmte Fehlfunktionen zu beeinflussen und Beschwerden reduzieren zu können.“ (ÖBFP, 2006)

Ansatzpunkte

Biofeedback basiert auf folgenden Ansatzpunkten bzw. Grundgedanken, welche schrittweise erarbeitet werden:

  • Messen der Parameter
  • Wahrnehmen was ist und des eigenen Körpers wieder erlernen
  • Erkennen wie es meinem Körper geht, was er braucht
  • Verstehen, der Zusammenhänge und dass ich durch mein Verhalten, meine Atmung diese autonom ablaufenden Prozesse positiv beeinflussen kann
  • Verändern in die „gewünschte“ Richtung, z. B. Neuorganisation von Reaktions-, Denk- und Verhaltensmustern, d. h. Neu-Lernen, Umlernen, Üben, Trainieren, Können, Transfer und Umsetzung ins tägliche Leben

Anwendungsgebiete

Der Einsatz von Biofeedback erfolgt in der Medizin, im Sport sowie in der Wirtschaft. Wissenschaftliche Studien haben insbesondere in folgenden Bereichen Erfolge nachgewiesen:

  • Stressdiagnostik, -behandlung und Stressmanagement
  • Burnoutprävention und -regeneration
  • Angst/Suchtbehandlung
  • Sport (auch im Hochleistungssport)
  • Schmerzbehandlung (Kopfschmerzen, Migräne)

Auch bei der Anwendung von Biofeedback gilt es auf eine Einbindung in ein schulmedizinisches, diagnostisches und gegebenenfalls therapeutisches Konzept zu achten.